RAINER BRAKEBUSCH BERÄT UNTERNEHMEN iN DER KRISE


100 Prozent Förderung. Was will man mehr ?

Seit Anfang April 2020 können kleine und mittlere Unternehmen sowie FreiberuflerInnen im Rahmen des »Corona-Soforthilfe-Programms« Anträge für eine Förderung für Marketingberatung in Höhe von bis zu 4.000 Euro stellen. Einen Eigenanteil am Beratungshonorar müssen die AntragstellerInnen nicht mehr tragen. Warum in der Krise jeder erfolgreiche Antrag dabei hilft, Unternehmen in schweren Zeiten zu unterstützen, warum es gut ist, sich heute schon für morgen professionell aufstellen zu lassen und wie und wo man ganz konkret die 100 Prozent Förderung beantragt – darüber sprachen wir mit Rainer Brakebusch, der das »Linneweh Institut für systematische Innovation«, kurz »ISYI«, in Hannover leitet. 

 


Herr Brakebusch, Sie sind Inhaber und Leiter des »Linneweh Institut für systematische Innovation«; kurz »ISYI«. Wofür steht das Institut ?

 

Ob FreiberuflerIn, Einzelhandel, mittelständisches Unternehmen oder Konzern: Wir sind Dienstleister im ganzheitlichen Beratungsmanagement. »ISYI« unterstützt dabei, kreative Potenziale zu erkennen und systematisch Neues zu entwickeln. Um zielführende Ideen zu entwickeln, setzen wir unsere Kreativität für mutige Lösungen und deren praktische Umsetzung ein.

 

Mit der Corona-Krise und ihren fatalen Auswirkungen befinden sich UnternehmerInnen plötzlich in einer Lage, wie es sie noch nicht gab. Was kann man konkret tun?

 

Wir haben derzeit eine absolute Ausnahmesituation, die weltweit alle betrifft. Das ist neu. Auch bisher galt es für Unternehmen, die Balance im Spannungsfeld zwischen Veränderung und Stabilität zu halten – stets mit Blick auf Produktivität und Ertrag. Das ist unter normalen Bedingungen schwierig genug, aber jetzt ist die Balance in »Nullzeit« aus dem Ruder gelaufen. Produktive Höchstleistungen sind nicht mehr gegeben; sogar bei bisher unantastbaren, systemrelevanten Branchen wie der Automobilindustrie, die wie viele Branchen stark heruntergefahren wurde. Seltener im Fokus von Unternehmen standen in der Vergangenheit visionäre Perspektiven. Die sind aber für kreative Problemlösungen insbesondere in Krisensituationen stark gefordert. Auch wenn wir auf Sicht fahren müssen, stellt sich gegenwärtig die Frage: Wie können wir ab sofort die Zeit nutzen, um schnellstmöglich wieder gut aufgestellt zu sein?

 

Man kann feststellen, dass Defizite, die latent schon da waren, nun sehr viel offensichtlicher werden. Aber wie kann es in der Krise gelingen, einen klaren Kopf zu behalten – und dabei außerdem noch systematisch Ideen zu entwickeln, damit man sich schnellstmöglich für das »Danach« aufstellen kann?

 

Als positiven Effekt der gegenwärtigen Situation beobachten wir, das sich die Digitalisierung von Arbeits- und Kommunikationsprozessen derzeit rasant beschleunigt. Kreatives Denken, dass wir trainieren, hilft, tradierte Verhaltensmuster zu erkennen und zu durchbrechen. Ein Beispiel: Unternehmen erkennen, dass Homeoffice und Videokonferenzen wunderbar funktionieren – auch wenn es Anlaufschwierigkeiten geben kann.  

 

Welche sind das?

 

Viele Unternehmen fragen uns an, welches das für ihre Anforderungen passende technische Equipment ist. Unsere Beratung für die sofortige Umsetzung ist gefragt. Aber man muss die digitale Form der Kommunikation abseits der bisherigen Besprechungen im Bürogebäude auch lernen. Wir können technisch optimieren und für die neue Kommunikation online trainieren.

 


Die Frage für den wertkonservativen Einzelhandel ist: Wie kann man Geschäftsprozesse digitalisieren?

Es gibt weitere Baustellen: Die Situation des stationären Einzelhandels, dem es vor der Krise schon nicht gut ging, hat sich dramatisch zugespitzt. Was raten Sie EinzelhändlerInnen, denen die Einnahmen nahezu komplett weggebrochen sind?

 

HändlerInnen hatten bisher Vorbehalte, stationäre Geschäftsmodelle zeitgemäß auch online zu etablieren. Wer schon vor der Krise zweigleisig gefahren ist, kann die Umsatzverluste durch das geschlossene Ladengeschäft zwar nicht kompensieren – hat aber online Einnahmen. Wer den  Onlinehandel bisher versäumt hat, ist nun klar im Nachteil. Es gibt aber eine gute Nachricht.

 

Welche sollte das sein, zumal viele die notwendige Liquidität für erforderliche Investitionen gar nicht mehr haben ? Welche Soforthilfe gibt es noch zu den bisherigen Programmen ?

 

Die Frage für den Einzelhandel ist: Wie kann man stationäre Geschäftsprozesse schnellstmöglich digital übertragen ? Antwort gibt unsere Beratung. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (»BAFA«) hat dafür die Förderung mit dem »Corona Soforthilfe Programm« erweitert: Es gibt es jetzt 100 Prozent Kostenübernahme der Beratungs- und Nebenkosten.

 

Heißt das, dass man sich von professionellen BeraterInnen völlig kostenlos für die Zukunft aufstellen lassen kann?

 

Ja, vereinfacht gesagt ist es so. Professionelle Beratung wird in Höhe von maximal 4.000 Euro gefördert. Der Antrag kann ab sofort von Corona-betroffenen FreiberuflerInnen sowie kleinen und mittleren Unternehmen gestellt werden. Neu dabei ist: Niemand muss mehr einen  Eigenanteil tragen oder in Vorleistung gehen. Der Prozess wird direkt zwischen der »BAFA« und dem akkreditierten Institut abgewickelt. Es handelt sich um eine volle 100 Prozent Förderung ohne die bishere Vorfinanzierung des Unternehmens. Was will man mehr?

 

Wie bürokratisch ist es, den Antrag zu stellen?

 

Man muss lediglich formlos die wirtschaftliche Betroffenheit des eigenen Unternehmens durch die Corona Pandemie in drei Sätze fassen und das Online-Formular ausfüllen. 

 

Wie schnell muss es jetzt gehen?

 

Wer nicht rechtzeitig startet, wird auch nicht an das Ziel kommen: Die Förderung ist befristet bis zum Ende 2020. Daher sollte man jetzt nicht zögern, professionelle Beratung anzunehmen, um sich schon heute und die Zukunft aufzustellen. Im Institut setzen wir auf schnelle Hilfe: Zu allen Fragen rufen Sie uns auf kurzem Wege einfach an – und gern unterstützen wir Sie auch persönlich, den Antrag online in wenigen Minuten zu stellen.

 

Interview: Mathias Rätsch, Foto: Pressefoto. Das Interview ist eine Vorveröffentlichung aus Ausgabe Nr. 14 von FINDORFF GLEICH NEBENAN, die Anfang Juni 2020 erscheint.

  


Kontakt für weitere Infos

Direkter Kontakt und weitere Informationen gibt es unter Telefon 0511 / 7 79 80 11, per E-Mail und über das Kontaktformular auf www.linneweh-institut.de

 

© Pressefoto
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