NEUE BRILLE? MARK THEILEN UND TEAM BERATEN INDIVIDUELL FÜR DIE PASSENDE LÖSUNG


Die richtigen Fragen zu stellen ist das A und O.

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Mark Theilen und Team nehmen sich am Findorffer Standort an der Hemmstraße 124 viel Zeit für die persönliche Beratung der KundInnen. Neben dem hohen Anspruch an die Beratung und Betreuung  für die KundInnen ist ihm auch wichtig, dass intern im Familienbetrieb ein freundschaftliches Miteinander und eine herzliche Atmosphäre herrscht. Neben ihm gehören Anke Förster und Wiebke Meyer zum Kernteam. Ergänzend übernehmen Marga, Ines und Hans-Dieter Theilen als die gute Seele von Optik Theilen die administrativen Aufgaben. Regelmäßige Schulungen und Fortbildungen aller MitarbeiterInnen halten das Wissen stets auf dem neuesten Stand. Privat lebt Mark Theilen mit Ehefrau und zwei Kindern in Delmenhorst. Er ist ein überzeugter Familienmensch und spielt als Ausgleich in der Freizeit sehr gern Tennis und Fußball. www.optik-theilen.de

 


Herr Theilen, Sie sind seit 2001 im Familienbetrieb »Optik Theilen« in Findorff. Ihre Berufsbezeichnung ist »Dipl.-Ing (FH) Augenoptik«. Worin besteht der Unterschied zu einem Augenoptiker ?

 

Der Titel ist das Ergebnis einer Weiterbildung – und ähnlich wie ein »Meister« in anderen Branchen. Durch die erweiterte Qualifikation kann man den KundInnen in der Beratung noch mehr Möglichkeiten anbieten. Man hat einen besseren Überblick über das Auge. Man hat ein tieferes Wissen über die Augenvermessung und über die Anpassung von speziellen Sehhilfen. Der »Dipl.-Ing (FH) Augenoptik« war auch Voraussetzung, um mich selbstständig zu machen.

 

Liest man die vielen Bewertungen in ihrem digitalen Brancheneintrag auf »Google My Business«, gibt es für »Optik Theilen« nur Höchstbewertungen. Wie schafft man das ?

 

Wir machen eine gute Arbeit und bieten unseren KundInnen guten Service – insbesondere in der persönlichen Beratung. Wir gehen auf individuelle Wünsche ein und nehmen uns mehr Zeit als andere, kundenseitige Anforderungen gemeinsam im Gespräch zu analysieren und für eine passende Lösung optimal zu erfüllen. Unser Ziel haben wir erreicht, wenn alle zufrieden sind. Selbstverständlich gibt es ab und zu auch Reklamationen. Reklamationen gehören dazu. Die Frage ist, wie man damit umgeht. Wir lassen die Kundin oder den Kunden nicht im Regen stehen und sind erst zufrieden, wenn alle zufrieden sind.

 

Sie waren in der Landesliga beim TuS Varrel einige Zeit Badminton-Spieler: Wie wichtig ist ein gewisser sportlicher Ehrgeiz, um sich auch im Geschäftsleben erfolgreich zu behaupten ?

 

Mein Zwillingsbruder und ich spielten sogar in der Oberliga, aber das ist schon länger her. In jungen Jahren ist man sehr leistungsorientiert, aber irgendwann trennen sich die Wege der Spieler. Sportlicher Ehrgeiz ist schon eine Eigenschaft, die auch im Geschäftsleben von Vorteil ist, um hohe Ansprüche an das, was man tut, zu verwirklichen. Mit den Jahren wird man sportlich gesehen natürlich ruhiger. Der Vorteil von Sport ist für mich heute, das man zu den beruflichen Anforderungen einen guten Ausgleich hat. Man kann nicht jederzeit an die KundInnen denken. Das wäre auch nicht gut. Wenn man sich körperlich bewegt, kommt man runter – und bleibt auch geistig fitter. 

 

Haben Sie für »Optik Theilen« eine bestimmte Philosophie ?

 

Wir wollen für alle KundInnen, die völlig unterschiedliche Sehanforderungen haben können, stets passende Lösungen finden. Im Unterschied zu einigen bekannten Filialisten, bei denen die Beratung sehr getaktet sein kann, nehmen wir uns viel Zeit. Wir setzen auf ausschließlich einen persönlichen Ansprechpartner und setzen zugleich auf eine enge Kundenbindung.

Kurz gesagt: Wir sind mit Herz und Verstand für unsere KundInnen da. Man soll bei uns in jedem Fall zufrieden rausgehen.

 

Wie lange gibt es »Optik Theilen« schon in Findorff ?

 

»Optik Theilen« wurde von meinem Vater gegründet. Wir sind seit 1966 in Findorff und sind in dieser Zeit einmal umgezogen. Wir haben aber nur die Straßenseite gewechselt zu unserem

heutigen Standort in der Hemmstraße 124.

 

In meiner Jugend waren Brillen eher »uncool«. Brillen galten als »Nasenfahrräder«. TrägerInnen von Brillen wurden als »Brillenschlangen« bezeichnet; oder wie man heute sagen würde: »gedisst«. Das lag auch daran, dass früher viele Modelle ziemlich hässlich waren. Irgendwann in den Siebzigern kam ein gewisser Herr Fielmann aus Cuxhaven und revolutionierte den Optikermarkt durch selbst entworfene, modische Brillen zum kleinen Preis. Heute haben Brillen ein ganz anderes Image: Sie sind zum Trendaccessoire geworden. Sie haben den Durchblick: Welche Brillenmode ist momentan angesagt ?

 

Lange Zeit waren sie ziemlich »out«, aber jetzt sind sie vor allem bei jungen Leuten wieder voll im Trend: dünnrandige Fassungen aus Metall, mit weichen, runden Formen. Älteren ist das oft zu leblos. Sie finden eher farbige Brillenfassungen attraktiv, zum Beispiel in hellen Pastelltönen. Aber auch bei den Älteren sind leichte, dünnrahmige und gut tragbare Modelle gefragt, aber eher farblich akzentuiert und im Material aus Titan oder Kunststoff. Nachhaltigkeit wird verstärkt zum Thema. Wir führen beispielsweise Brillen, deren Fassungen aus den Plastikabfällen in den Meeren produziert werden. Die KundInnen fragen nach, wo die Materialien herkommen und ob die Fassungen regional hergestellt worden sind. Das war früher nicht so.

 


Brillenfassungen sollten langlebig und robust sein.

Neben dem Designaspekt hat die Brille aber natürlich eine klare Funktion: Sie soll in erster Linie als optisches Hilfsmittel und Sehhilfe Fehlsichtigkeiten und Stellungsfehler der Augen korrigieren. Welche Kriterien gelten für die Augengläser – und was sollte eine gute Beratung berücksichtigen ? Eine gute Beratung sollte die speziellen Sehanforderungen der KundInnen ausführlich analysieren. Dazu zählen die Fragen, welche Sehaufgaben man beruflich hat und wie die Brille privat einsetzt wird. Durch eine kompetente Analyse kann man ermitteln, welche Art von Sehhilfe es sein sollte. Welche Brillengläser werden für welchen Einsatz benötigt ? Die richtigen Fragen zu stellen ist das A und O. Auch die Materialien der Gläser unterscheiden sich. Jede/r geht mit einer Brille im Alltag ganz unterschiedlich um. Es gibt sehr pflegeleichte Brillengläser. Am Arbeitsplatz spielen Filter unter Umständen eine wichtige Rolle. In der Sehanalyse ist es wichtig, die verschiedenen Optionen für eine Lösung gegenüber den KundInnen visuell anschaulich zu vermitteln. Nur so kann man vermitteln, warum dieses Material oder jener Glastyp besser geeignet ist. Ab und zu können auch mehrere Brillen als Lösung sinnvoll sein. Eine Brille für alle Zwecke ist heute oftmals keine Option mehr. Vielleicht braucht jemand für verschiedene Einsatzbereiche beruflich und privat mehrere Brillen. Warum dieser Ansatz in bestimmten Fällen sinnvoll ist, sollte man natürlich erläutern. Wenn man die Dinge sachlich und fachlich nachvollziehbar erklärt, wird eine Beratung, für die man sich Zeit nimmt, auch mit einer großen Zufriedenheit honoriert.

 

Für die Auswahl der Brillenfassung spielen Tragegefühl, Langlebigkeit und nicht zuletzt das Aussehen eine große Rolle. Dazu zählen auch Anpassungsfähigkeit, Beständigkeit und Gewicht. Was macht eine Qualitätsfassung außerdem aus ?

 

Brillenfassungen sollten langlebig und robust sein. Damit verbunden ist die Qualität der Verschweißungen und Beschichtungen. Noch ein Kriterium: Die Versorgung mit Ersatzteilen. Ein großes Problem ist mittlerweile, dass einige Hersteller gar keine Lagerhaltung mehr haben. Langlebigkeit und Robustheit sind ebenfalls für die Augengläser wichtig. Auch die sollten unempfindlich und kratzfest sein – und die Beschichtungsqualität sollte bei hohen Temperaturschwankungen sehr gut sein.

 

Gibt es Brillenmarken, mit denen man immer richtig liegt ?

 

Die traditionellen Marken wie »Rodenstock« stehen nach wie vor zuverlässig für Qualität, mit allen Eigenschaften, die ich genannt habe. »Rodenstock« ist eher bei den Älteren beliebt. Andere Labels sind hingegen ganz klar modisch ausgerichtet. Sie stellen eine angesagte Ästhetik in den Vordergrund, sind qualitativ aber weniger überzeugend. Coole Marken sind eher bei Jüngeren angesagt – die gar nicht die Erwartung haben, dass eine Brille ewig halten muss. Aber auch das kann man nicht pauschal sagen. Auch bei einigen jüngeren KundInnen ist das Thema »Nachhaltigkeit« zunehmend ein Kriterium.

 

Wie bewerten Sie Fertigbrillen von der Stange, die man heute für kleines Geld in jedem Drogeriemarkt kaufen kann ? 

 

Wenn man keine hohen Sehanforderungen hat und die Werte einigermaßen passen, kann man Fertigbrillen als preislich unschlagbar günstige »Notlösung« über einen bestimmten Zeitraum benutzen. Aber für entspanntes Sehen sind sie ganz einfach nicht geeignet.

 

Eine große Auswahl an Modellen in allen Preislagen gibt es auch bei Sonnenbrillen. Wir nähern uns zwar dem Spätherbst, dennoch meine Frage: Welche Qualitätsmerkmale sind für die Auswahl einer guten Sonnenbrille entscheidend ?

 

Wichtig bei Sonnenbrillen ist, dass die Gläser gut eingepasst sind und es keine Verzerrungen in den Randbereichen gibt.Unverzichtbares Kriterium ist ein vollständiger UV-Schutz. Ob eine Sonnenbrille einen UV-Schutz hat, kann der Laie nicht immer erkennen. Dann wird es kritisch und die gefährlichen Strahlungen der Sonne können direkt ins Auge gelangen. Das CE-Zeichen gibt Sicherheit. Darauf sollte man Wert legen. Weil es aber auch gefälscht sein könnte, ist man im Fachgeschäft auf der sicheren Seite. Abgesehen davon ist die Auswahl an Optimierungen auch bei Sonnenbrillen groß: Es gibt Gläser, mittels der die Farbwiedergabe noch brillanter ist oder die einen besonderen Blaulichtschutz haben. Es gibt spezielle Materialien, um Blendungs- und Spiegelungseffekte zu reduzieren. Die Fassung sollte nicht einfacher, gespritzter Kunststoff sein, sondern eine Metalleinlage haben. Dadurch ist eine höhere Stabilität gewährleistet. Kurzum: Auch bei der Auswahl einer guten Sonnenbrille sollte man sich ausführlich beraten lassen.

 

Letzte Frage: Was trägt der Optiker ? Ihre Lieblingsbrille ist ...

 

... ein Modell aus qualitativem Kunststoff des Brillenlabels »Hamburg Eyewear«, weil die Brillen dieses Anbieters aus Deutschland eine sehr gute Passform haben – und zugleich ein gutes Beispiel für Brillen aus regionaler Herkunft sind.

 

Interview: Mathias Rätsch, Foto: Kerstin RolfesInterview erschienen in Ausgabe Nr. 19, 2021

 

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© Kerstin Rolfes www.kerstin-rolfes.de