»Verkehrsbündnis Findorff« Positioniert sich Pro BEWOHNERPARKEN


Für ein Miteinander mit mehr Platz und Sicherheit auf unseren Straßen

Im Rahmen des Bewohnerparkens war für Mitte Januar 2022 die Bürgerbeteiligung im Quartier Findorff geplant. Nach sieben Jahren der Begutachtung und des intensiven Dialogs in Findorff freuen wir uns über diesen Schritt, der eine Maßnahme aus dem Koalitionsvertrag der Umsetzung näher bringt. Die Stadt Bremen und der Beirat Findorff wollen handeln und konkrete Maßnahmen zur Verbesserung unseres Quartiers Alt-Findorff umsetzen. 

 

Wir begrüßen die geplanten Maßnahmen und freuen uns auf

  • einen einladenden Stadtteil, in dem Menschen sich barrierefrei und sicher bewegen können,
  • attraktive Geschäftszonen und Wohnstraßen, die mehr sind als nur Abstellplatz für Fahrzeuge und die Groß und Klein einladen, sich aufzuhalten und Angebote zu Begegnung, Einkauf, Gastronomie und Arbeit gern zu nutzen,
  • mehr Platz und Sicherheit gerade auch für unsere Kinder und
  • Teilhabe für mobilitätseingeschränkte Personen.

Die geplanten Regelungen zum Bewohnerparken und die Neuordnung des Parkraums werden dazu beitragen, für ordnungsgemäße und sichere Verkehrsverhältnisse zu sorgen.


 

Zu Fuß und mit dem Fahrrad unterwegs zu sein, ist Lebensqualität und Gesundheitsschutz. Dafür brauchen wir ein ausgewogenes und gleichberechtigtes Verhältnis aller Mobilitätsformen. Aktuell können sich Fußgänger:innen und Personen mit Kinderwagen, Rollstuhl, Rollator nur eingeschränkt bewegen. Rettungswege sind oft blockiert, was den Einsatz von Feuerwehr und Krankenwagen erheblich behindert. Im Mittelpunkt müssen daher die Sicherheit, die Barrierefreiheit und der Schutz unserer Kinder stehen. Feuerwehr und Rettungsfahrzeuge brauchen im Notfall freie Durchfahrt. Gerade Kinder und mobilitätseingeschränkte Menschen sollen die Fußwege und Straßen endlich wieder sicher benutzen können. 

 

Die geplanten Regelungen zum Bewohnerparken und die Neuordnung des Parkraums werden dazu beitragen, für ordnungsgemäße und sichere Verkehrsverhältnisse zu sorgen. Mit der Einführung des Bewohnerparkens wird eindeutig markiert oder beschildert, wo geparkt werden darf und wo nicht. Die Einhaltung der Parkregeln gemäß StVO wird besser überwacht. Gehwege werden weitgehend freigehalten und auch für Menschen mit Beeinträchtigungen oder mit Kinderwagen wieder nutzbar. Gleichzeitig wird die Befahrbarkeit für Krankenwagen und Feuerwehr sichergestellt. Das gleiche gilt für die Fahrzeuge der Müllabfuhr. Außerdem werden Räume für alternative Mobilitätsangebote wie z.B. Fahrradständer, Car-Sharing und Lastenrad geschaffen.


Die geplanten Maßnahmen sind weder geschäftsschädigend noch mitarbeiterfeindlich und führen auch nicht zu einer Verödung des Stadtteils.

Die geplanten Maßnahmen sind weder geschäftsschädigend noch mitarbeiterfeindlich und führen auch nicht zu einer Verödung des Stadtteils. Im Gegenteil: Sie führen zu einer Aufwertung des Quartiers. Insgesamt gewinnt unser Stadtteil an Qualität - für uns BewohnerInnen, unsere Besucher:innen, die Mitarbeiter:innen der Betriebe und die Einkaufsgäste aus Bremen und umzu. Die „gewonnenen“ Flächen stehen wieder für Begegnung, für Begrünung, für Außengastronomie oder für barrierefreies und sichereres Vorankommen zur Verfügung. Und klar ist auch, dass es für Diejenigen, die wirklich auf die Nutzung eines Autos angewiesenen sind, Angebote geben soll. Dazu gehören z.B. Parkvorrechte, Kundenkurzzeitparkplätze oder Besucherausweise.

 

Viele im Quartier lebenden Menschen, Unternehmerinnen und Unternehmer und ihre Kund:innen unterstützen eine zukunftsgewandte, bürgernahe und klimafreundliche Politik. Dafür ist es unverzichtbar, dass die Straßenräume in Alt-Findorff neu und gerechter geordnet werden im Einklang mit bestehendem Recht, den Anforderungen unterschiedlicher Zielgruppen und im Einklang mit den Erfordernissen einer nachhaltigen und klimaangepassten Stadtgestaltung.

 

Wir freuen uns auf den weiteren Beteiligungsprozess und eine zeitnahe Umsetzung der geplanten Maßnahmen im Interesse unseres Stadtteils und seiner BewohnerInnen.

 

Das »Verkehrsbündnis Findorff« ist eine Initiative von engagierten BürgerInnen aus Findorff, die die geplante Einführung von Bewohnerparken in zunächst zwei Quartieren nach vielen Jahren der Diskussion im Stadtteil ausdrücklich befürworten und unterstützen. Aus Sicht der Initiative werden die geplanten Regelungen zum Bewohnerparken und die Neuordnung des Parkraums für ordnungsgemäße und sichere Verkehrsverhältnisse sorgen. Sie seien weder geschäftsschädigend noch mitarbeiterfeindlich und werden keineswegs zu einer Verödung des Stadtteils führen. Vielmehr ist man überzeugt: Findorff würde als Quartier aufgewertet werden. Das »Verkehrsbündnis Findorff« gibt es seit seiner Gründung im April 2019. Kontakt unter Telefon 0421/84799203 und verkehrsbuendnis.findorff@lists.posteo.de


 

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