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E-Roller in Findorff: Welche Regeln man kennen sollte

Vor zwei Jahren startete in Bremen der E-Roller-Verleih – unter anderem auch in Findorff. Anfang 2020 präsentierten sich im Beirat Findorff die Anbieter »TIER« und »Voi« sowie von »WK Bikes«. Wild abgestellte E-Roller im besonders verdichteten Stadtteil Findorff bleiben ein Problem, aber man versprach sich seitens der Verleiher weiter zu kümmern. Nach zweijähriger Testphase sollen die Roller in 2021 auch in anderen Bremer Stadtteilen durchstarten. Was man über E-Roller wissen sollte...

 

Folgende Regeln gelten auch für Findorff:

  • Roller dürfen nicht in Parks gefahren oder abgestellt werden; heißt: der Bürgerpark ist für E-Roller absolut tabu.
  • Alle verbotenen Gebiete sind auf den zugehören Apps für die BenutzerInnen klar definiert.
  • Auf Gehwegen ab 1,50 Meter Breite dürfen maximal vier E-Roller an derselben Stellen abgestellt werden.
  • Auf Radwegen, Radfahrstreifen und Fahrradstraßen ist das Fahren erlaubt. 

Der Pressesprecher der Bremer Umweltehörde Jens Tittmann wies damals im Weser Kurier  darauf hin, dass falsch abgestellte oder im Graben liegende Fahrzeuge der Verleiher – über die App oder Internetseite – von den BürgerInnen gemeldet werden sollten. Dann müssen die falsch abgestellten E-Roller von den Verleihern »TIER« und »Voi« nach den Vorschriften innerhalb von 24 Stunden beseitigt werden. Zudem gebe es laut Tittmann die Telefonnummer der Stadtreinigung Telefon 361 36 11. Mehr lesen...

 

Die Anbieter erreicht man wie folgt:  »TIER« hat die Telefon-Nr. 030 / 56 83 86 51. »Voi« kann man per E-Mail support@voiapp.io sowie über die Support-Hotline 040 / 411 12 00 00 erreichen oder live über die Supportseite  chatten.

 

Verkehrswidrig abgestellte E-Roller als Parkverstöße kann man auch direkt bei Ordnungsamt melden, das sich dann mit dem jeweiligen Anbieter in Verbindung setzt. Das geht Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 8:00 bis 12:00 Uhr und nachmittags nach telefonischer Vereinbarung unter Telefon 0421 / 361- 8 86 24. Mehr lesen...

 

Ein weiterer Zusatz in der Erlaubnis für die sogenannte Nutzung des öffentlichen Straßenraums, die das Verkehrsressort seit Dezember 2019 erteilt hat, ist übrigens, das die Belange von SeniorInnen, Kindern und Menschen mit Behinderung beim Abstelle besonders zu berücksichtigen seien. Genau dazu wurde im Februar 2020 im Beirat Findorff nachgefragt; ebenso wie zur Haftung, wenn durch falsch abgestellte E-Roller Dritte geschädigt werden – mit wenig überzeugenden Antworten. Aber es gab aus den Reihen der BesucherInnen der Beiratssitzung auch Lob: Die neue Art der Mobilität werde gerade von jüngeren NutzerInnen stark nach gefragt und der auf der Beiratssitzung anwesende Polizist konnte von keinen Unfällen oder sonstigen Vorkommnissen in Findorff berichten. 

 

Fazit: Warum sich die FindorfferInnen sich mit dem wilden Abstellen einiger E-Roller um ein Problem kümmern sollen, welches die Anbieter offensichtlich trotz aller technischen Möglichkeiten nicht wirklich in Griff bekommen, bleibt auch nach zwei Jahren Testphase unbeantwortet. Vielleicht sind zukünftig ausschließlich feste Stellplätze, wie sie bisher nur »WK Bike« hat, auch für die E-Roller nach der Testphase in Bremen eine Lösung, wie sie nach den gemachten Erfahrungen in anderen Städten politisch diskutiert werden.

 

E-Roller Roller Findorff gleich nebenan Voi Tier
Foto © Fullstoppr, www.pixabay.com

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