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Illegales Gehwegparken und Bewohnerparken? Das war es jetzt für uns.

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Klicken Sie für eine vergrößerte Darstellung in das Bild. Achtung: Realsatire!

Osterzeit ist Partyzeit! Die Osterwiese startet – erstmal wieder im vollen Umfang, wie in der Zeit vor Corona. Vergessen wir ab sofort einfach massenweise illegal zugeparkte Gehwege in Findorff und die mögliche Problemlösung »Bewohnerparken«. Wir feiern einfach mit und freuen wir uns auf ganz viele Gäste aus und um Bremen, die diesen Mega-Event auf der Bürgerweide besuchen werden – und vielleicht auch unseren liebenswerten Stadtteil für sich oder ihr Auto entdecken möchten.

 

Fakten statt Fehlinformationen? Über leidige Parkprobleme in Findorff informieren? Die Regeln der Straßenverkehrsordnung dokumentieren? Ab sofort nicht mehr unsere Sache – oder wie wir es in einem Kommentar lesen konnten: »Lebensaufgabe«. Augen zu und durch: Diese mediale Aufgabe können ab sofort wieder andere übernehmen.

 

Wo sind Auto-Scooter und Partyzelt? Es gibt ein Leben vor, während und nach den teilweise abgedrehten Diskussionen über »Bewohnerparken«. Spaßbremsen ist nicht: Wir gehen lieber mit tausenden BesucherInnen ab Freitag auf die tolle Osterwiese, um zu feiern.

 


Alles bekannt, alles immer wieder diskutiert, alles Vorschläge, die nichts ändern werden am aufgesetzten Gehwegparken in Findorff

 

In dem Findorffer Quartier direkt an der Bürgerweide, für das Bewohnerparken geplant ist, haben keine 30 Prozent der BewohnerInnen ein eigenes Auto. Dennoch wird das Quartier seit Jahren komplett zugeparkt, so dass durch die engen Straßen im Notfall keine Feuerwehr durchkommen würde.

 

Wenn interessiert es? Alle Fakten sind bestens bekannt, ohne das sich dieser völlig inakzeptable Zustand nach ewigen Diskussionen und Protesten in Form einer echten Lösung bis heute geändert hätte. 

 

Man kann nicht behaupten, dass sich die AnwohnerInnen nicht zu Wort gemeldet hätten. Sie werden sich weiterhin verstärkt wehren und noch viel mehr öffentlichen Druck aufbauen müssen, um das massenhaft illegale Parkens in ihrem Quartier zu beenden – insbesondere angesichts von populistischen Kampagnen bestimmter Personen in geschäftlichen Interessengemeinschaften und Initiativen, die anmaßend für sich den »Mobilitätsfrieden« vereinnahmen, in Wahrheit aber weder Veränderung wollen und auch keinerlei Alternativen aufzeigen, wie gegen das illegale Parken vorzugehen wäre. 

 

Gilt auch für einige Parteien in Bremen, die den BürgerInnen wahlweise Scheinlösungen wie »Shared Spaces«, das »Karlruher Modell« oder urplötzlich fragwürdige »Stufenpläne« mit nicht bezahlbaren Quartiersgaragen, die eine PARKAMORGANA sind, anbieten – alles Vorschläge, die nichts ändern werden und den Status Quo des aufgesetzten Gewegparkens in Findorff und weiteren Stadtteilen in Bremen wie die Neustadt oder Walle manifestieren.

 

Alles bekannt, alles immer wieder diskutiert und von FINDORFF GLEICH NEBENAN ausführlich in den letzten Monaten dokumentiert. 

 


Der Beirat Findorff wird in einer demokratischen Abstimmung mit der ihm eigenen Weitsicht, Weisheit und Problemlösungskompetenz endgültig entscheiden

 

Nichts zu tun ist keine Option? Das wird sich hoffentlich noch im Sommer 2022 zeigen. Der Beirat Findorff hat es jetzt in der Hand, sich nach über zwei Jahren Prozess als ersten Schritt für zwei Quartiere als mögliche Parkraumneuordnung für oder gegen Bewohnerparken zu entscheiden.

 

Die Ortsbegehungen im Rahmen der gewünschten Bürgerbeteiligung haben an zwei Wochenenden bereits stattgefunden. JedeR konnte sich beteiligen. Ja, wo laufen sie denn? Bestimmte »LautsprecherInnen« im Stadtteil waren leider im offiziellen Prozess nicht anwesend, nachdem monatelang Stimmung gemacht wurde. Das offizielle Bürgerbeteiligungsverfahren läuft weiter und bietet online zusätzliche Beteiligungsmöglichkeiten unter www.findorffstrassen.beteiligung.bremen.de 

Die Ergebnisse werden nach den Osterferien öffentlich auf der Beiratssitzung als Videokonferenz im Beirat Findorff vorgestellt. Auch an den Beiratssitzungen können sich alle FindorfferInnen nach wie vor beteiligen.

 

Wenn endgültig alle Argumente ausgetauscht und diskutiert sind, wird der als »Stadtteilparlament « demokratisch gewählte und in seiner Selbstwahrnehmung kommunikativ bestens aufgestellte Beirat Findorff  in einer demokratischen Abstimmung endgültig entscheiden – hoffentlich mit der ihm eigenen Weitsicht, Weisheit und Problemlösungskompetenz, »die Dinge endlich grundlegend zu ändern« (Zitat: SPD Innensenator Ulrich Mäuer)

 

Wer für Bewohnerparken ist, das man als bestelltes Angebot der Parkraumregulierung übrigens nicht im weggeduckten, grünen »Schlafwagenmodus« bekommt, wird dafür stimmen.

 

Wer dagegen ist sollte vorher überzeugende Alternativen aufgezeigt haben, wie man ansonsten die konsequente Durchsetzung Straßenverkehrsordnung in Findorff wieder herstellen möchte. Letzteres ist von einigen Beiratsmitgliedern, wie bereits in den Monaten zuvor, eher nicht zu erwarten. Das dienstälteste Beiratsmitglied kann in Findorff »gar kein Parkproblem erkennen.« – wobei die eigene Wahrnehmungsblase  auch immer davon abhängt, wo man in Findorff wohnt und ob man bspw. eine Garage oder einen Stellplatz sein Eigen nennen kann. 

 

Alle Beiratsmitglieder sollten inzwischen wissen: Die StVO gilt. Sie ist auch in den Verkehrsregeln zum »Gehwegparken« absolut eindeutig und die sind nicht verhandelbar.

 

Diese einfache Tatsache sollte die Grundlage für die persönliche Entscheidung im Stimmverhalten bilden. Wer die einfachen Regeln immer noch nicht zu Kenntnis genommen oder verstanden hat, der kann sich online auf der Internetpräsenz des unverdächtigen ADAC informieren: https://www.adac.de/verkehr/recht/verkehrsvorschriften-deutschland/parken/#ist-das-parken-auf-dem-gehweg-erlaubt

 

Nichts zu tun ist keine Option? Für FINDORFF GLEICH NEBENAN zu diesem Thema ab sofort schon. Wir haben in den letzten Monaten genug berichtet, klar Position und Meinung bezogen und Sachverhalte dokumentiert. 

 

Das war es jetzt für uns. Now it's your turn! 

 

Viel Spaß auf, mit und neben der Osterwiese in Findorff. Wir sehen uns auf der nächsten Videokonferenz im Beirat Findorff – oder auch nicht.

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Wurfsendung der »Verkehrsinitative Findorff«, Januar 2022
Wurfsendung-Findorff.pdf
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Offener Brief der »Verkehrsinitative Findorff« , Januar 2022
Der Offene Brief wurde adressiert den Stadtteilbeirat Findorff, die lokale Presse, das Ortsamt West und an den Senator für Inneres, Senator Ulrich Mäurer sowie an die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau, Senatorin Dr. Maike Schaefer
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Kommentare: 3
  • #1

    Bernhard Hüwe (Samstag, 09 April 2022 20:07)

    Eine riesen Sauerei von der Bremer Behörde!!!
    Sollen erstmal Parkplätze schaffen, bevor solche irrsinnigen Strafzettel verteilen.
    Die Bremer Regierung muss weg, würde ich sagen, nicht die Autos!!!

  • #2

    Moin (Samstag, 09 April 2022 23:39)

    Warum hebt der Polizist eigentlich den rechten Arm im Bild? Die Botschaft erschließt sich mir nicht ganz im Zusammenhang mit „die Welt zu Gast“.

  • #3

    Fahrlehrer (Sonntag, 10 April 2022 07:51)

    Die Botschaft des Polizisten? Frag den Fahrlehrer: https://www.frag-den-fahrlehrer.de/2016/06/04/vorfahrtsregelung-durch-einen-polizisten/