Was der Verein der Findorffer Geschäftsleute e.V. als Wirtschaftsinteressengemeinschaft seit Jahren nicht macht: Eine transparente Darstellung über die Verwendung von jährlich ca. 120.000 Euro Fördergelder unter einer Seite wie https://findorff.de/Verwendung-Foerdergelder – Infos, die bisher nur nach mehreren Presseanfragen zugänglich sind.
FINDORFF GLEICH NEBENAN berichtete immer wieder über fehlende Transparenz, wie der Verein der organisierten Geschäftsleute im Stadtteil sich als Wirtschaftsinteressengemeinschaft überwiegend finanziert: Mehr lesen...
Nachdem das jahrelang kolportierte Selbstbild im Stadtteil von ausschließlich über 60 fleißig ehrenamtlich tätigen Mitgliedern nun nicht mehr aufrecht zu halten ist, wagt man nach all den Jahren erste Schritte hinsichtlich etwas Transparenz: Wir lesen aktuell auf www.findorff.de:
»Finanziert werden ... zahlreiche Stadtteilprojekte durch Fördermittel der Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation im Rahmen der Stadtteilentwicklung. Die Förderung kommt nicht nur dem Dorfffest zugute, sondern unterstützt über das ganze Jahr hinweg weitere Projekte wie das Torfhafenfest, den Laternenumzug, die Nikolausaktion und viele weitere Aktivitäten für den Stadtteil.«
Verbunden wird diese Aussage (als eigentlich nicht notwendige Rechtfertigung) nunmehr mit einer sanften Drohung: »Ohne diese Unterstützung müssten Angebote deutlich reduziert oder Eintrittsgelder erhoben werden“, erläutert Ramona Suresh. Denn Stadtteilfeste seien soziale und kulturelle Projekte, keine wirtschaftlichen Veranstaltungen. Einnahmen aus Standgebühren und Sponsoring deckten nur einen geringen Teil der tatsächlichen Kosten.«
Wir erfahren in dem Statement immerhin: Veranstaltungender »Wirtschaftsinteressengemeinschaft« (Selbstdefinition des Vereins der organisierten Findorffer Geschäftsleute) sind keine wirtschaftlichen Veranstaltungen.
Richtig ist: Dorffeste tragen sich nicht, wenn eine Wirtschaftsinteressengemeinschaft mit immerhin ca. 60 UnternehmerInnen als Mitglieder nicht ausreichend SponsorInnen gewinnen konnte, was in wirtschaftlich angespannten Zeiten in der Tat schwierig ist, aber in früheren Zeiten unter dem 1. Vorsitzenden Otto Bremicker durchaus gegeben war. Mehr erfahren...
Im Video: Erinnerungen an alte Zeiten, als der Verein der Findorffer Geschäftsleute e.V. durch das Engagement aller Mitglieder noch in der Lage war, Veranstaltungen ohne Subventionen aus Steuergeldern selbst zu finanzieren.
Unbeantwortet bleibt weiterhin die entscheidende Frage, warum 120.000 Euro pro Jahr an Subventionen an eine Wirtschaftsinteressengemeinschaft gehen.
Unbeantwortet bleibt weiterhin allerdings die entscheidende Frage, warum Steuergelder als Subventionen in Form von Fördergelder von rund 120.000 Euro pro Jahr an eine Wirtschaftsinteressengemeinschaft gehen – und warum es alternativ für Findorff kein echtes und unabhängiges Quartiermanagement gibt. Mehr als berechtigte Fragen dazu werden weiterhin in diesem Meinungsbeitrag gestellt: Mehr lesen...
Die neuen Aussagen der sogenannten »Projektmanagerin« sind als quälend langsame und seit Jahren überfällige Ansätze für mehr Transparenz erfreulich, aber dennoch war die »Projektmanagerin« (jahrelang seitens des Vereins unzutreffend bezeichnet als »Stadtteilmanagerin«) auf der letzen Präsentation im Beirat Findorff weiterhin nicht in der Lage oder willens, die konkrete Verwendung der 120.000 Euro öffentlich darzustellen. Dabei gibt es diese Zahlen nicht nur für 2021 und 2022. (siehe Dokumentation)
Der Wirtschaftsinteressengemeinschaft der Findorffer Geschäftsleute e.V., die eben nicht rein kommerziell und losgelöst von wirtschaftlichen Unteressen agiert und agieren kann, ist anzuraten, die Verwendung der ca. 120.000 Euro Steuergelder pro Jahr endlich für alle Interessierten im nächsten Schritt unter einer Seite wie https://findorff.de/Verwendung-Foerdergelder endlich online öffentlich zu machen – alles andere ist hinsichtlich EHRLICHER TRANSPARENZ nicht mehr zeitgemäß.
Text und Dokumentation: Mathias Rätsch für FINDORFF GLEICH NEBENAN



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