Nach einer konstituierenden Sitzung gestern abend sah der Vorstand des Bürgervereins Findorff keine Grundlage mehr für eine Zusammenarbeit mit neuem 1. Vorsitzenden Erich Seifert, der keine 14 Tage im Abend war, aber einige Monate unter der Vorgängerin Birgit Busch (SPD) als Beisitzer fungierte. Dazu die Presseerklärung des verblieben Vorstands von heute, dem 12. Juni 2026. Der verbliebene Vorstand nennt die Entscheidungsgründe, ruft Findorff zum Neustart auf – und lädt dafür unter anderem alle interessierten BürgerInnen zu einem Tag der offenen Tür Ende Juli ein.
Die vollständige Presserklärung, die FINDORFF GLEICH NEBENAN heute Abend zugeleitet wurde, lesen Sie hier:
Konstituierende Sitzung mit Folgen:
Findorffer Bürgerverein trennt sich von Erich Seifert. Keine Grundlage für Zusammenarbeit mit neuem 1. Vorsitzenden
Am Donnerstag traf sich der jüngst gewählte Vorstand des Bürgervereins Findorff in der Borgfelder Straße, um insbesondere über die politische Vergangenheit von Erich Seifert zu sprechen. Diese hatte er vor der Wahl zum 1. Vorsitzenden nicht transparent gemacht – weder im neuen Gremium noch gegenüber den Mitgliedern auf der Jahreshauptversammlung im Mai.
Geschlossen forderten die Vorstandsmitglieder ihn auf, sich von AfD, Pegida und rechtspopulistischen, extremen sowie demokratiefeindlichen Anschauungen eindeutig und auch öffentlich zu distanzieren.
Denn: Seine persönlichen Hintergründe, Aktivitäten und Veröffentlichungen passen nicht zu dem, wofür der Bürgerverein Findorff und seine Mitglieder seit der Gründung im Jahr 1902 stehen: Für Vielfalt, Toleranz und gesellschaftlichen Zusammenhalt und entschieden gegen Rassismus, Ausgrenzung und Gewalt – mit einem klaren Bekenntnis zur freiheitlich demokratischen Grundordnung.
Diese Haltung ergibt sich im Besonderen aus einer historischen Verpflichtung, nachdem der Verein 1938 unter Androhung des nationalsozialistischen Regimes aufgelöst wurde.
Deshalb ging es gestern Abend neben scharfer Kritik, der geforderten, eindeutigen und öffentlichen Distanzierung und der Zukunftssicherung des Findorffer Bürgervereins auch um Konsequenzen.
Am heutigen Vormittag trennten sich schließlich die Wege: Erich Seifert gab bekannt, dass er sein Amt als 1. Vorsitzender mit sofortiger Wirkung niederlegt und gleichzeitig aus dem Bürgerverein Findorff austritt.
Vorstandsteam blickt nach vorne
Bis zur nächsten, ordentlichen Jahreshauptversammlung im Herbst dieses Jahres, nutzen die übrigen Vorstände die Zeit, um sich neu zu finden, zu organisieren und vertreten den Bürgerverein Findorff indessen gemeinschaftlich nach außen.
Oberster Vereinszweck bleibt es, die Jan-Reiners-Lok als beliebtes Wahrzeichen zu erhalten. Darüber hinaus aber möchte das Vorstandsteam die Geschichte des Stadtteils bewahren, diesen überparteilich und aktiv mitgestalten und künftig wieder mehr Menschen zusammenbringen – über eigene Initiativen und Veranstaltungen wie auch gemeinsame Projekte mit anderen Findorffer Akteurinnen und Akteuren, Vereinen sowie Institutionen.
Jetzt informieren, Mitglied werden und mitmachen
Eines steht weiterhin und seit dieser Woche umso mehr fest: Damit der Bürgerverein Findorff langfristig und im Sinne der Findorferinnen und Findorffer fortbesteht, braucht es mehr Mitglieder aus dem Stadtteil, die Freude an einer Unterstützung oder sogar am ehrenamtlichen Engagement haben. Jede und jeder ist herzlich willkommen.
Am Samstag, 11. Juli 2026 von 10 bis 13 Uhr, sind alle Interessierten ganz herzlich zum Tag der offenen Tür in die Vereinsräumlichkeiten in der Borgfelder Str. 41, 28215 Bremen, eingeladen – für Kaffee und belegte Brötchen ist gesorgt.
Der Vorstand
Lars Ferdinand Krickow, 2. Vorsitzender
Daniel Sokolis, Kassenwart
Sören Hesse, Schriftführer
Henry Ponty, Beisitzer
Oliver Otwiaska, Beisitzer
Dirk Lonscher, Beisitzer

Kommentar schreiben